Titel

Alltag & Big Data Konzepte für die Nachbarschaft
14.2. – 19.2. Kompaktseminar mit Bianca Herlo / UdK Research Lab
im Community Now Neighborhood Lab / Kiezstube am Mehringplatz 8 und in der UdK in Berlin


Workshop und Kompaktseminar gemeinsam mit ca. 20 Studierenden aus verschiedenen Hochschulen im Rahmen des fast fwd: to slow? Seminars.

Mit dabei:
Textildesign BA, KH Berlin Weißensee
Zukunftsforschung MA, TU Berlin
Produktdesign BA, Modedesign BA, UdK Berlin,
Szenografie & Kommunikation MA / FH Dortmund
Kommunikationdesign BA / FH Dortmund

Gesellschaftliche Prozesse werden zunehmend digitalisiert, Öffentliches und Privates immer stärker mit der technologischen Entwicklung verwoben: Die technologisch induzierte Veränderung unserer Städte, unserer Arbeit und Weltsicht scheint so offensichtlich wie unvermeidlich. Zwar vollzieht sie sich global, gleichzeitig wächst die Bedeutung des Lokalen: Nachbarschaften und einzelne Interessensgemeinschaften werden zum Ausgangspunkt für Initiativen, lokales Engagement verzahnt sich mit digitaler Infrastruktur und es entstehen neue Räume für kollektives, sozial wie digital vernetztes Handeln – von Urban Gardening bis hin zu Petitions-Plattformen, von Crowd-Funding-Initiativen und der Demokratisierung von Werkzeugen bis hin zu einer wachsenden Tendenz der bürgerschaftlichen Selbstorganisation. Welche Gefahren und Chancen ergeben sich daraus für marginalisierte Gruppen, sozial schwache Kieze und die sogenannten Digital Strangers?

Ausgehend von diesen allgemeinen Beobachtungen haben wir uns im Kompaktkurs konkreten Konzepten für die Nachbarschaft am Mehringplatz gewidmet. Seit 2013 arbeitet die Forschungsgruppe „Civic Infrastructures“ des Design Research Labs der UdK Berlin an partizipativen Formaten der Bürgerbeteiligung – im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojektes „Community Now? Conflicts, Interventions, New Publics“. Im Fokus stehen gemeinschaftsbildende Prozesse und Werkzeuge für mehr Teilhabe an soziopolitischen und soziokulturellen Transformationen. Ziel des Kompaktkurses war es, anhand von Methoden des partizipativen Designs den Ort zu beforschen und situative Konzepte zu entwickeln, welche die soziale und digitale Vernetzung unterstützen, die Kommunikation im Kiez begünstigen und Prozesse der Mitgestaltung befördern. Die Ergebnisse der einwöchigen Zusammenarbeit werden in den Unterpunkten dieses Menuepunkts vorgestellt.